Donnerstag, 1.10.2026, 18 Uhr (pünktlich!)
In Kooperation mit dem Kölnischen Kunstverein
THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW
USA/GB 1975 – 100 Min. – OF – 35mm
Regie Jim Sharman
Buch Richard O’Brien, Jim Sharman
Kamera Peter Suschitzky – Musik Richard O’Brien
mit Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Richard O’Brien, Patricia Quinn, Little Nell
mit Live-Shadowcast-Performance von Ser Serpas!
Dies ist ein partieller Shadow-Cast – eine kleine Gruppe von Darsteller:innen, die auf ausgewählte Sequenzen aus THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW reagieren. Nicht auf den gesamten Film, nicht auf jede Szene und nicht ein Darsteller pro Rolle. Die Rollen sind aufgeteilt, überschneiden sich und wechseln zwischen den Darsteller:innen, je nachdem, was die Szene erfordert. Manche Sequenzen sind nah am Film, andere weichen davon ab. Es ist Ser Serpas‘ Inszenierung des Films, realisiert mit sieben Darsteller:innen, für dieses Kino, an diesen vier Abenden.
Die Beteiligung des Publikums ist erwünscht. Reagieren Sie auf den Film. Applaudieren und reagieren Sie und seien Sie präsent, die Aufführung ist darauf ausgelegt. Wir verteilen jedoch keine Requisiten und bitte auch darum, keine eigenen mitzubringen.
Weitere Termine: 5. November und 10. Dezember
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Freitag, 2.10.2026 – 20 Uhr
Die gnadenlose Welt des Italowestern Nr. 153 + 154 – Spaghetti-Gurken
Zur Eröffnung der Westernsaison widmen wir uns heute italienischen Gurken, sprich Spaghetti-Western mit obligatorisch niedrigem Budget, unfreiwilliger Komik, umständlicher Handlung und passender deutscher Kalauersynchro. Der Unterhaltungswert wird dadurch jedoch keineswegs geschmälert, ganz im Gegenteil – aber das muss man selbst gesehen haben. Am besten heute Abend in schönstem Agfacolor.
WEIHWASSER JOE
ACQUASANTA JOE
Italien 1971 – 94 Min. – DF – 35mm
Regie Mario Gariazzo
Buch Mario Gariazzo, Ferdinando Poggi
Kamera Franco Villa – Musik Marcello Giombini
Mit Lincoln Tate, Ty Hardin, Richard Harrison, Silvia Monelli
Der Kopfgeldjäger ›Weihwasser Joe‹ verwahrt sein Geld in einer als sicher geglaubten Bank. Als diese jedoch eines Tages durch die Bande von Jeff Donovan ausgeraubt wird, heftet er sich an deren Fersen.
Gurke Nr. 1 glänzt mit einer klasse Kameraarbeit Franco Villas. Ansonsten waren die Kritiker wenig gnädig, auch wenn sie die Vorzüge benannten.
»Der Humor ist von der ruppigen Art. Nicht viel, aber davon reichlich.«
(Christian Kessler)
HALLELUJA PFEIFT DAS LIED VOM STERBEN
GIÙ LE MANI… CAROGNA!
Italien 1971 – 77 Min. – 35mm
Buch und Regie Demofilo Fidani
Kamera Franco Villa – Musik Lallo Gori
Mit Jack Betts, Gordon Mitchell, Dino Strano, Benito Pacifico
Der alternde Kopfgeldjäger Halleluja sitzt in der Kneipe und erzählt von seinen Heldentaten. Zwischendurch prügelt man sich.
Gurke Nr. 2 ist eine Perle, die dem Herrn ein saures Lächeln auf den Mund zaubern würde. Regisseur Fidani schnitt aus Teilen anderer Filme einfach einen neuen zusammen. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß konfus, aber irgendwie doch originell. Und wir erwähnen schnell, dass auch hier Franco Villa mal wieder fein fotografiert hat.
»Eine Kolossalgranate von hohen Graden.«
(Christian Kessler)
Double Feature: 10 Euro / 8,13 Euro
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Samstag, 3.10.2026 – 20 Uhr
DDR/BRD – Slatan Dudow, ein Bulgare in Berlin
KUHLE WAMPE ODER WEM GEHÖRT DIE WELT?
D 1932 – 71 Min. – s/w – 35mm
Regie Slatan Dudow
Buch Bertolt Brecht, Ernst Ottwalt
Kamera Günther Krampf – Musik Hanns Eisler
Mit Hertha Thiele, Ernst Busch, Martha Wolter, Adolf Fischer
»Neben Kurt Maetzig war ein Bulgare der wohl bedeutendste DEFA-Regisseur, Slátan Dudow, Eisenbahnersohn aus Zaribrod, geboren 1903. Sozialisiert im Berlin der Weimarer Republik […], ging er 1929 zur Recherche an Moskaus Theater, dann folgte die Schicksalsbegegnung mit Bertolt Brecht, Exil 1934, Rückkehr 1948.
Dudow + Brecht + Eisler = KUHLE WAMPE ODER WEM GEHÖRT DIE WELT?, das ist jene Formel, die zumindest im Filmgeschichtskanon noch existiert. Die zentrale (Klassen-)Frage, die dieses kommunistische Manifest des deutschen Kinos stellt – ›Wessen Straße ist die Straße? Wessen Welt ist die Welt?‹ –, steht, könnte man meinen, gerade hoch im Kurs. Die Kuhle Wampe, um- und bekämpft, zensiert, abgeändert, immer noch messerscharf, wird zur Urszene des ›Solidaritätslieds‹.
Dudows Stärke ist es, seine Figuren zwar zu Repräsentanten konkreter politischer Haltung zu machen, zugleich jedoch Individuen zu gestalten, mit subtilen sozialen Gesten und Tonlagen, ernstzunehmenden Schicksalen sowie einer Moral, die von innen kommt, kommen muss.«
(Barbara Wurm, taz)
im Vorprogramm
SLATAN DUDOW. EIN FILMESSAY ÜBER EINEN MARXISTISCHEN KÜNSTLER
DDR 1972 – 30 Min. – s/w – 35mm
Regie Volker Koepp
Buch Claus Küchenmeister, Volker Koepp, Wolfgang Gersch, Wera Küchenmeister
Kamera Christian Lehmann
Ein Frühwerk von Volker Koepp, später einer der bedeutendsten Dokumentaristen der DDR. Sein Slatan Dudow-Porträt gehört noch nicht zu seinen eigenständigeren Arbeiten, ist penibel darum bemüht, ein möglichst staatstragendes Bild des Regisseurs zu zeichnen – doch als sorgfältig recherchierte Einführung in Leben und Werk Dudows funktioniert der Film nach wie vor.
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Sonntag, 4.10.2026 – 19:15 Uhr
DDR/BRD – Slatan Dudow, ein Bulgare in Berlin
ZEITPROBLEME. WIE DER ARBEITER WOHNT
Deutschland 1930 – 12 Min. – stumm – s/w – 35mm
Regie Slatan Dudow
Kamera Walter Hrich
»Ein Frühwerk des ›proletarischen Reportagefilms‹. Slatan Dudow wollte aber nicht nur die unwürdigen Wohnverhältnisse in den Berliner Mietskasernen und Elendsquartieren zeigen, sondern schnitt kontrapunktisch Bilder nobler Villenviertel ein. Während dort ein fetter Bourgeois seinen Hund wäscht, liest ein erschöpfter Arbeiter die Androhung einer Räumungsklage. Der Film wechselt zwischen detailgenauem Realismus in der Darstellung der ärmlichen Wohnungen und einer nahezu avantgardistischen Kamera beim Blick auf Licht und Schatten in den Hinterhöfen, welche an die zeitgenössischen Zeichnungen Heinrich Zilles erinnern.«
(Werkleitz)
SEIFENBLASEN
BULLES DE SAVON
Deutschland/Frankreich 1934 – 34 Min. – s/w – 35mm
Regie Slatan Dudow
Buch Slatan Dudow, Jacques Prévert
Kamera Andor von Barsy – Musik Armand Bernard
Mit Henry Lorenzen, F. Reinicke, Hans Henninger, Adolf Fischer
»Mit dem Dreh von SEIFENBLASEN begann Dudow 1931 in Deutschland, doch dort konnte er ihn nicht mehr fertigstellen; also schmuggelte er das Material ins Pariser Exil und vollendete es unter der Mitarbeit von Jacques Prévert. Der Humor des Films fängt die Atmosphäre der Verzweiflung ganz wundervoll ein. Sein zwielichtiger Protagonist, der Seifenblasen für 10 Pfennig das Stück verkauft, ist eine typische Gestalt seiner Zeit, jemand, in dessen Netz aus Halluzinationen und Illusionen sich zahlreiche ahnungslose Bürger verfangen.
Eine reichhaltige Komödie übers Kaufen und Verkaufen, Schwindeln und Vortäuschen, mit einem aufmerksamen Blick für die Mechanismen, die den Aufstieg des Nationalsozialismus ermöglichten.«
(Il Cinema Ritrovato)
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Mittwoch, 7.10.2026 – 20 Uhr
DDR/BRD – Slatan Dudow, ein Bulgare in Berlin
VERWIRRUNG DER LIEBE
DDR 1959 – 107 Min. – 35mm
Buch und Regie Slatan Dudow
Kamera Helmut Bergmann – Musik Wolfgang Hohensee
Mit Annekathrin Bürger, Angelica Domröse, Willi Schrade, Stefan Lisewski
Die Kunststudentin Sonja ist mit dem Medizinstudenten Dieter zusammen, die Angestellte Siegi mit dem Maurer Edy. So weit, so klar, scheint es – doch ein Faschingsball bringt die Paarkonstellationen in unerwartete Unordnung.
»Ein besonders liebenswertes Kleinod, das erfreulich wenig ins Moralische zielt. Dass Dudows DEFA-Lustspiel ein nahezu apolitisches Werk ist, hat ihm sowohl Kritik als auch Lob beschert. Man ist auch mit einer verhältnismäßig großen Freizügigkeit beschenkt – VERWIRRUNG DER LIEBE enthält die ersten Nacktszenen in einem DDR-Film überhaupt.«
(Carolin Weidner, taz)
»VERWIRRUNG DER LIEBE ist eine leichte und fantasievolle romantische Komödie mit einfallsreichen Kulissen, sinnlichen Intermezzi und lebhafter Musik.«
(Joshua Feinstein, in: The Triumph of the Ordinary. Depictions of Daily Life in the East German Cinema)
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Donnerstag, 8.10.2026 – 20 Uhr
Rocky Horror Expanded
THE OLD DARK HOUSE
USA 1932 – 72 Min. – OF – s/w – 35mm
Regie James Whale
Buch Benn W. Levy, R.C. Sherriff – Literaturvorlage J.B. Priestley
Kamera Arthur Edeson Musik – David Broekman
Mit Boris Karloff, Melvyn Douglas, Gloria Stuart, Charles Laughton
»Die Handlung von THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW ist angelehnt an James Whales Horrorfilm THE OLD DARK HOUSE, dessen filmhistorische Relevanz im Gegensatz zu Whales FRANKENSTEIN und BRIDE OF FRANKENSTEIN erst relativ spät entdeckt wurde. Hier erzählt der offen schwule Regisseur Whale von einem unglücklichen Hetero-Pärchen, das in einer verregneten Nacht von der Straße abkommt und Zuflucht im Schloss der isoliert lebenden Femm-Familie sucht. Ganz im Stil klassischer Gothic-Erzählungen sind die Gastgeber:innen mehr als nur aus der Zeit gefallene schrullige Adlige. Sie sind vielmehr derart weit dem Bereich gesellschaftlich akzeptierbarer Normen entrückt, dass sie zur Gefahr für ihre Gäste werden.«
(Maximilian Breckwoldt, Sissy Mag)
»Still the wittiest example of the genre that took its name, this is high camp played as hard-edged satire and claustrophobic adventure. THE OLD DARK HOUSE is as entertaining as it was in 1932.«
(Michael Sragow, Film Comment)
35mm preservation print from the Library of Congress
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Samstag, 10.10.2026 – 19:15 Uhr
813-Familienkino
DIE COMMITMENTS
THE COMMITMENTS
Irland/GB/USA 1991 – 117 Min. – DF – 35mm
Regie Alan Parker
Buch Dick Clement, Ian La Frenais, Roddy Doyle – Literaturvorlage Roddy Doyle
Kamera Gale Tattersall – Musik Wilson Pickett
Mit Robert Arkins, Michael Aherne, Angeline Ball, Maria Doyle Kennedy
»Wer auf Dublins North Side zur Welt kommt, hat Pech gehabt. Wer den Neubauslums entkommen will, entscheidet sich meistens für die Musik, und da Dublin die jugendlichste Stadt Europas ist, gibt es rund tausend verschiedene Bands.
Nun gibt es noch eine: die Commitments. Sie spielen Dublin Soul. Sie sind eine Sensation. […] Der Haken an der Geschichte: Die Commitments gibt es nur im Kino. Doch dort auf der Leinwand sind sie lebendig wie lange nichts. Wer das Kino verlässt, wünscht sich, dass es sie gibt, dass sie Erfolg haben und den Sprung aus der North Side schaffen. […]
Mit DIE COMMITMENTS ist Regisseur Alan Parker das Glaubwürdigste, Witzigste und Romantischste gelungen, was das verschlissene Genre Musikfilm seit Jahren hervorgebracht hat. Schon mit Filmen wie MIDNIGHT EXPRESS und MISSISSIPPI BURNING hat Parker einen genialischen Instinkt für die Milieus bewiesen, in denen seine Geschichten angesiedelt sind. Parker wuchs im Norden Londons auf, er kennt die Slums, die Vorstadt-Teenager, die Pubs, die sich kaum unterscheiden von denen in Dublin, und man merkt es in jeder Einstellung, dass dieser Film ein Heimspiel ist.«
(Der Spiegel)
im Vorprogramm
COFFEE AND CIGARETTES II
USA 1989 – 8 Min. – OmU – s/w – 35mm
Buch und Regie Jim Jarmusch
Kamera Robby Müller
Mit Steve Buscemi, Joie Lee, Cinqué Lee
Der zweite von drei COFFEE AND CIGARETTES-Kurzfilmen, die später die Basis für Jim Jarmuschs gleichnamigen Langfilm bilden sollten: Steve Buscemi als Kellner eines verrauchten Diners in Memphis erläutert seine Theorie von Elvis‘ bösem Zwillingsbruder.
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Sonntag, 11.10.2026 – 19:15 Uhr
In Kooperation mit der Galerie La Felce
DIE SWEETHEARTS
BRD 1977 – 87 Min. – 16mm
Buch und Regie Klaus Lemke
Kamera Rüdiger Meichsner, Rainer Gutjahr – Musik Olaf Kübler
Mit Sabine Gurn, Fatima Igramhan, Cleo Kretschmer, Renate Zimmermann
»Vier junge Münchnerinnen aus Schwabing sind miteinander befreundet, giften sich aber auch immer wieder an. Zusammenraufen müssen sie sich, als aus der Schnapsidee, mit nicht gut und schön, aber voller Inbrunst gesungenen Schlagern aus den Fifties aufzutreten, ernst werden soll: Ein Galerist hat das Quartett für seine nächste Vernissage gebucht. Klaus Lemke griff für seinen Film auf Erlebnisse seiner Hauptdarstellerinnen zurück. Ein weiteres Mal zeigte er damit, wie junge Frauen Selbstbewusstsein entwickeln und demonstrieren, ohne sie dabei zu makellosen Charakteren zu überhöhen. […] Lothar Lambert resümierte zu DIE SWEETHEARTS: ›Männerjagd und Eifersüchteleien untereinander sind ebenso herzerfrischend wie die gemeinsame Gesangsanstrengung. Ein sehr witziger Streifen über das Lebensgefühl aus zweiter Hand.‹«
(Jan Gympel, Zeughauskino)
»Klaus Lemkes erstaunlicherweise vom Kölner Sender WDR produzierter München-Film ist brillant: eine großartige Typen- und Milieuschilderung, authentisch rübergebracht von vier tollen Frauen und einem nicht minder grandiosen Männerensemble […], ein Film, der knapp neunzig Minuten lang unglaublich viel Spaß macht.«
(Pitt Herrmann, filmportal.de)
Im Rahmen der Ausstellung ›Die Sweethearts‹ in der Galerie La Felce
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Montag, 12.10.2026 – 20 Uhr
Zu Gast im Filmclub 813
THE MAGIC CITY: BIRMINGHAM ACCORDING TO SUN RA
Belgien 2025 – 100 Min. – OF – digital
Buch und Regie Guillaume Maupin, Pablo Guarise
Kamera Alexi van Hennecker
»Sun Ra nutzte Musik, um mit der Welt in Verbindung zu treten. In der ›Magic City‹, in Birmingham, Alabama kam er 1914 als Herman Poole Blount zur Welt. Seine Begeisterung für Musik zeigte sich bereits in seiner frühen Kindheit, noch lange bevor er als Sun Ra zu einer der schillerndsten Figuren des Free Jazz werden sollte. Maupin begibt sich auf die Suche nach Sun Ras Vermächtnis und erkundet Birmingham als Ursprung seines musikalischen Werdegangs. Es entsteht ein vielschichtiges Porträt der Stadt, die geprägt ist von Rassismus, industriellem Wandel und einer Kultur des Widerstands. Zwischen Erinnerung und Mythos entfaltet sich ein Bild jener Welt, in der Sun Ras kosmische Visionen begannen. ›History repeats itself. But my story is endless‹.«
(Helga-Mari Steininger, DOK.fest München)
In Anwesenheit von Guillaume Maupin und Pablo Guarise
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Donnerstag, 15.10.2026 – 20 Uhr
Japanische Literaturverfilmungen der 1980er und 1990er
AUDITION
ÔDISHON / オーディション
Japan 1999 – 115 Min. – OmU – 35mm
Regie Takashi Miike
Buch Daisuke Kendan – Literaturvorlage Ryû Murakami
Kamera Hideo Yamamoto – Musik Kôji Endô
Mit Ryô Ishibashi, Eihi Shiina, Tetsu Sawaki, Jun Kunimura
Auf der Suche nach einer neuen Frau veranstaltet der Witwer Aoyama ein Casting für einen Film, den es gar nicht gibt. Dabei verguckt er sich in die schüchterne, doch ebenso abgründige Asami.
»Der gleichnamige Roman des Autors und Filmemachers Ryû Murakami erwuchs aus einer albtraumhaften Beziehung: mit der Hauptdarstellerin seines Meisterwerks TOKIO DEKADENZ. So beginnt AUDITION denn auch wie ein freundlich-romantischer Liebesfilm — und entwickelt sich nach etwa zwei Dritteln seiner Laufzeit zu einem unvorstellbar brutalen Horrorthriller. […] Nach einem klaren Anfang wendet sich der Film gegen seinen Helden wie gegen seine Zuschauer: plötzlich ist nicht mehr klar, was Realität, was Wunsch-, was Albtraum ist. In einer langen Montagesequenz vermischen sich die Ebenen, die auktoriale Perspektive verschwindet, alles ist möglich.«
(Olaf Möller, taz)
In Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln
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Freitag, 16.10.2026 – 20 Uhr
DDR/BRD – Slatan Dudow, ein Bulgare in Berlin
DER HAUPTMANN VON KÖLN
DDR 1956 – 118 Min. – 35mm
Regie Slatan Dudow
Buch Henryk Keisch, Michael Tschesno-Hell, Slatan Dudow
Kamera Werner Bergmann, Helmut Bergmann – Musik Wilhelm Neef
Mit Rolf Ludwig, Erwin Geschonneck, Else Wolz, Christel Bodenstein
»Dudow nahm die deutsch-deutsche Parallelwelt vor dem Mauerbau als ökonomische und ideologische Transitzone wahr und übersetzte dies in brisante Filmnarrative und Genres – darunter der superskurrile HAUPTMANN VON KÖLN, in dem der arbeitslose Kellner Albert Hauptmann als Wehrmachtsoffizier Hauptmann Albert gesellschaftlich reüssiert, von den Altnazis die Karriereleiter hochgepusht. Was sich da beim Trinkgelage der Kriegsverbrecher an Ekstase und Wahnwitz abspielt, lässt an den Satirescharfschützen Ernst Lubitsch denken.«
(Barbara Wurm, taz)
»Der Film hat seine besten Momente, wenn er typische Aspekte westdeutschen Alltagslebens schildert. Da ist, gleich zu Beginn, die protzige Eleganz der Ladenstraßen in Köln, da ist dieser Zeitungsverkäufer mit den Sensationsschlagzeilen, da sind gummikauende Jünglinge, die vor Spielautomaten hocken. Grotesker, aber zugleich heimlicher Höhepunkt dieses westdeutschen Bilderbogens ist ein großes Soldatentreffen in einem Kölner Hotel mit Marschmusik. Fahnenrummel, Bierschwemme und Unteroffiziersstimmung.«
(Ulrich Gregor)
In Kooperation mit Köln im Film e. V.
Im Rahmen der Ausstellung ›Film ab! 130 Jahre Film in Köln‹ im Kölnischen Stadtmuseum
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Mittwoch, 21.10.2026 – 20 Uhr
Rocky Horror Expanded
SHIRLEY THOMPSON VERSUS THE ALIENS
Australien 1971 – 104 Min. – OF – digital
Regie Jim Sharman
Buch Helmut Bakaitis, Jim Sharman
Kamera David Sanderson – Musik Ralph Tyrrell
Mit Jane Harders, June Collis, Tim Elliott, Marion Johns
Jim Sharman, Regisseur der ROCKY HORROR PICTURE SHOW, ist in seinem Heimatland Australien vor allem als renommierter Theater- und Opernregisseur bekannt. Sein einziger Spielfilm vor ROCKY HORROR ist eine experimentelle Low-Budget-Hommage an die B-Movies der 1950er. Darin stößt die rebellische Shirley bei ihrer Flucht aus dem grauen Vorstadtleben auf eine Gruppe Außerirdischer, die sie zu ihrer Botschafterin machen.
»A freewheeling combination of ’50s rock’n’roll, juvenile delinquency, kitchen sink drama, sci-fi paranoia, French New Wave stylings and Ingmar Bergman-esque psychological drama, it has that extremely rare quality of appearing to invent itself before your eyes. A captivating display of unrestrained imagination underpinned by wickedly funny anti-Establishment humour, there is no other Australian feature like it and there probably never will be.«
(Richard Kuipers, Australian Screen)
Wir zeigen den ohnehin sehr seltenen Film in der besonders raren (und nur noch digital verfügbaren) Langfassung aus dem National Film and Sound Archive of Australia.
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Donnerstag, 22.10.2026 – 20 Uhr
Japanische Literaturverfilmungen der 1980er und 1990er
TOKIO DEKADENZ
TOPÂZU / トパーズ
Japan 1992 – 89 Min. – OmU – 35mm
Buch und Regie Ryû Murakami
Literaturvorlage Ryû Murakami
Kamera Tadashi Aoki – Musik Ryûichi Sakamoto
Mit Miho Nikaido, Sayoko Amano, Yayoi Kusama, Chie Sema
»Die junge BDSM-Prostituierte Ai bedient die Fantasien ihrer Kunden und beobachtet ebenso verstört wie verwundert, was die Männer ihr und sich selbst zufügen. Ai teilt mit ihren Kunden eine große innere Leere, die keiner von ihnen zu überwinden vermag. Autor und Regisseur Ryû Murakami steht international etwas im Schatten des weltweit populären Namensvetters Haruki Murakami, gehört aber ebenfalls zu den bekanntesten japanischen Romanciers. Mit Vorliebe beschäftigt er sich mit den dunklen Seiten der Gesellschaft und lieferte auch die Romanvorlage für AUDITION von Takashi Miike. In TOPÂZU filmt er die glitzernde Metropole Tokio wie den titelgebenden Edelstein – trügerisch funkelnd an der Oberfläche und doch voller Abgründe, die im modernen japanischen Alltag Ausdruck finden.«
(DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum)
In Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln
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Donnerstag, 29.10.2026 – 20 Uhr
Japanische Literaturverfilmungen der 1980er und 1990er
VERDACHT
GIWAKU / 疑惑
Japan 1982 – 126 Min. – OmU – 16mm
Regie Yoshitarô Nomura
Buch Motomu Furata, Yoshitarô Nomura
Literaturvorlage Seichô Matsumoto
Kamera Takashi Kawamata – Musik Yasushi Akutagawa, Kurôdo Môri
Mit Kaori Momoi, Shima Iwashita, Akira Emoto, Isuzu Yamada
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Seichô Matsumoto zeigt der scharfsinnige Kriminalfilm, wie eine Außenseiterin durch Medienhetze und vermeintlich festgelegte Geschlechterrollen vorverurteilt wird. Buch und Film wurden im selben Jahr veröffentlicht (1982), womit eine jahrzehntelange Zusammenarbeit von Autor und Regisseur ihre Fortsetzung fand.
Kumako, die aus der Barszene in Tokyo stammt, steht unter Verdacht, ihren reichen Ehemann umgebracht zu haben. Da ihr vulgäres Verhalten nicht der gängigen Vorstellung einer trauernden Ehefrau entspricht, gerät sie ins Visier von Polizei und Medien. Die professionelle Anwältin Sahara übernimmt die Verteidigung und kämpft dafür, dass ihre Mandantin nicht nach gesellschaftlicher Moral, sondern objektivem Gesetz verurteilt wird.
In Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln
Eintritt frei!
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Freitag, 31.10.2026 – 20 Uhr
Rocky Horror Expanded
FRANKENSTEIN
USA 1931 – 69 Min. – OF – s/w – 35mm
Regie James Whale
Buch Garrett Fort, Francis Edward Faragoh
Literaturvorlage Mary Shelley, Peggy Webling
Kamera Arthur Edeson – Musik Bernhard Kaun
Mit Boris Karloff, Colin Clive, Mae Clarke, John Boles
»Zwei epochale Themen unter einem grandios einfachen und märchenhaft düsteren Hut – der Wissenschaftler, der Gott zu spielen beliebt, und das Geschöpf, das sich von seinem Schöpfer verlassen sieht. Angesiedelt in einem Studio-Nachtuniversum aus Friedhöfen, klaustrophobisch finsteren Türmen und zyklopischen Laboratorien: das Drama von Dr. Frankenstein, der den idealen, also künstlichen Menschen zu konstruieren sucht – aus dem gar nicht idealen Material von Leichenteilen und Mördergehirn. Die Kreation wird zum Monster, das Monster zum gehetzten Opfer und der Film vom Horrorstreifen zur passionierten und ambivalenten Liebeserklärung an beide.«
(Harry Tomicek, Österreichisches Filmmuseum)
BRIDE OF FRANKENSTEIN
FRANKENSTEINS BRAUT
USA 1935 – 75 Min. – OF – s/w – 35mm
Regie James Whale
Buch William Hurlbut – Literaturvorlage Mary Shelley
Kamera John J. Mescall – Musik Franz Waxman
Mit Boris Karloff, Elsa Lanchester, Colin Clive, Valerie Hobson
»Dieser Klasse-Film ist besser noch als sein Vorgänger, spektakulärer und subtiler zugleich. Im Stil des High Camp, in dem sich Sentimentalität und Ironie mischen, erzählt Whale vom Zärtlichen im Andersartigen, vom Menschlichen im Monströsen. […] Die Wiederentdeckung von James Whale, dem großen Exzentriker aus England, ist größtenteils schwuler Filmgeschichtsschreibung zu verdanken. BRIDE OF FRANKENSTEIN mit seinen herrlichen schwulen Typen, dem bisexuellen Trinker Colin Clive, der grandiosen Edeltunte Ernest Thesiger und der großen Lesbe Elsa Lanchester erscheint so in neuem Licht.«
(Hans Schifferle)
35mm preservation print from the Library of Congress
Double Feature: 10 Euro / 8,13 Euro
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Die Filmreihen Rocky Horror Expanded und Japanische Literaturverfilmungen der 1980er und 1990er werden im November fortgesetzt!
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Gefördert von
Mit Unterstützung des Kölnischen Kunstvereins
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Bernhard Marsch (* 15. April 1962; † 15. Juni 2025)
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„Halleluja heißt ein Film Bernhard Marschs, den der Filmclub 813 letzte Woche zeigte. Der Regisseur übernimmt auch die Hauptrolle und spielt in dem sonnigen, spritzigen Zehnminüter einen Autofahrer, der ein windiges Hare-Krishna-Pärchen in seiner kaum noch TÜV-tauglichen Karre mitnimmt. Die Tramper haben es, merkt man schnell, auf den Wagen abgesehen, hinter ihrem bekifften Dauerlächeln lauert kalte Kalkulation. Aber sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Bernhard, der sich in Halleluja als schlitzäugiger Pirat der Landstraßen inszenierte, ist vorgestern bei einem Verkehrsunfall in der Kölner Südstadt verstorben. Was die Welt alles an ihm verloren hat, werden andere, die ihn länger und besser kennen, als ich ihn gekannt habe, die vor allem mehr wissen von seinem Leben außerhalb des Kinos, eher beurteilen können. Fest steht jedenfalls: Bernhard gehört zu den Menschen, die man nicht mehr vergisst, auch wenn man ihnen nur einmal im Leben begegnet ist; zum Beispiel auf einer seiner vielen Reisen durch die Kinos und Festivals der Republik, oft zwei, drei eigene Filmkopien mit der Sackkarre vor sich her schiebend. Das kann, vielleicht, den Schock und die Trauer über diesen zu frühen Tod ein wenig lindern: Bernhard ist tot, aber sicher nicht vom Winde verweht.
Großzügig und herzlich und stur wie nur was
Für mich und sicher nicht nur für mich ist Bernhard auf immer mit dem Filmclub 813 verbunden. Hier traf man ihn viele Jahre lang Abend für Abend, mehrere Tage pro Woche, vor den Filmen hinter der Kasse sitzend, mal mehr mal weniger Gäste begrüßend für ein Programm, das auch in der Offkinoszene, oder was noch von ihr übrig ist, seinesgleichen sucht; nicht zuletzt, weil die Filme nach wie vor fast ausschließlich analog projiziert werden. Handverlesene Filme für ein handverlesenes Publikum laufen im Filmclub – der gleichzeitig ganz und gar nichts Elitäres an sich hat. Im nach viel Geld und Hochkulturrenomee riechenden Kölner Kunstverein, in dessen schön designten, luftigen Kinosaal er eingemietet ist, fühlt sich der Filmclub, ein Liebhaberprojekt von Ehrenamtlichen, an wie ein Fremdkörper. Diese beiden so unterschiedlichen Institutionen an einem Ort, das kann nicht funktionieren, würde man meinen; und es hat, wie zahlreiche Prozesse, die der Kunstverein über die Jahre gegen den Filmclub geführt hat, zeigen, auch tatsächlich oft genug nicht funktioniert. Bernhard, der großzügig und herzlich sein konnte aber auch stur wie nur was, war das egal. Zum Glück.
Bernhard ist 63 Jahre alt geworden und er hat sich zeitlebens, auch das ist hoffentlich ein Trost für die Übriggebliebenen, mit Dingen beschäftigt, die er liebt. Seitdem er sich in den 1980er Jahren, nach einem abgebrochenen Studium der Volkswirtschaft, dem Kino zuwandte, hieß das vor allem: Bernhard hat Filme gezeigt, gesammelt und gedreht. Sie hätten ihr Leben dem Kino verschrieben, sagt man gelegentlich über Leute wie ihn. Aber das ist viel zu einseitig formuliert. Das Kino und Bernhard haben sich gegenseitig gefunden; und sie haben es, alles in allem, ausgezeichnet miteinander ausgehalten.
Undogmatischer Eigensinn
In den 1980ern und 1990ern führte Bernhard bei einer Reihe von Kurzfilmen Regie, als Teil – und man darf wohl sagen: Energiezentrum – der Kölner Gruppe, eines Zusammenhangs befreundeter Regisseure. Bernhards Filme sind luftige, einfallsreiche, generöse Komödienminiaturen, entstanden weit außerhalb aller kommerziellen Auswertungsoptionen und auch höchstens ganz am Rand des Sichtbarkeitsfeldes des Festivalbetriebs; nicht wenige davon – neben Halleluja (1995) zum Beispiel Junge Hunde (1993) oder 8 Essen III (1996, gemeinsam inszeniert mit Rainer Knepperges, Markus Mischkowski und Thomas Hermel) – sind kleine Meisterwerke, Meilensteine einer noch zu schreibenden alternativen deutschen Filmgeschichte des undogmatischen Eigensinns. Dass er, anders als einige Kölner-Gruppe-Kollegen, keinen Langfilm realisiert hat, mag man bedauern; andererseits geriet Bernhard so auch gar nicht erst in Versuchung, sein eigenes Verhältnis zum Kino den Maßgaben des Betriebs anzupassen. Das Hobby zum Beruf zu machen, ohne sich in den Fallstricken der Professionalisierung, der Welt des Networking und der Förderanträge, zu verfangen: das gelingt nicht vielen.
Als Kinomacher, Kinogänger und Filmsammler gehörte Bernhards Herz den Außenseitern und Querschlägern vor allem des deutschen und europäischen Kinos der 1960er und 1970er Jahre. Filmen, denen es im Korsett der klassischen Form zu eng geworden war, die aber auch keine Anstalten machten, sich die neuen, jetzt eher intellektuellen und moralischen Korsette des Autorenkinos anzulegen. Filme von Leuten wie Klaus Lemke, May Spils und Werner Enke, Roger Fritz, auch sie alle, wie Bernhard selbst, Freibeuter des Kinos. Die Filme Marran Gosovs, eines bulgarischen Filmemachers, der in den 1960ern in München aufschlug und eine ganze Reihe verschmitzt-freizügiger Lustspiele verantwortete, hat Bernhard regelrecht adoptiert und in zahlreichen Off-Kino-Vorführungen vor dem Vergessen bewahrt.
Was es nun zu bewahren gilt
Filme von Lemke, Gosov und Spils, aber auch viele, viele andere bilden das von Bernhard über die Jahre zusammengetragene, über diverse Kölner Keller und Lagerräume verteilte Ramsch-Archiv, eine Schatztruhe an Filmen, für die sich die sogenannten Filmerbe-Institutionen auch in 30 Jahren nicht interessieren werden. Das Ramsch-Archiv gilt es nun zu bewahren. Genauso wie, jetzt erst recht, den Filmclub 813, ohne den die Kinoszene Kölns keinen Pfifferling wert wäre. Zumindest nicht für Leute, die vom Kino mehr erwarten als das, was sie ohnehin schon kennen.
Als die Nachricht von Bernhards Tod die Mitglieder und Stammgäste des Filmclubs erreichte, lief dort gerade Christian Hohoffs Spiel der Verlierer aus dem Jahr 1978, ein eigenartiges, klaustrophobisches Melodram aus dem Fassbinder-Umfeld, produziert von RWF selbst. Zu den größten unter den vielen Entdeckungen, die man jahraus jahrein im Filmclub 813 machen kann, zählt dieser Film nicht unbedingt. Aber es gibt eine großartige Szene, in der sich Margit Carstensen, von Eifersucht zerfressen, in einer Orange verkrallt. Dass es sich allein für diesen Moment lohnt, einen Film, der aus der Filmgeschichte herausgefallen ist und der in den letzten paar Jahrzehnten bestenfalls ein, zwei Kinovorführungen erlebt haben dürfte, wieder auszugraben: Wo sonst als im Filmclub 813 könnte man diese Erfahrung machen?
Rest in peace, Bernhard.“
(Lukas Foerster, critic.de, 17.6.2025)
Gefördert von
Mit Unterstützung des Kölnischen Kunstvereins
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Update 30.10.2023


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Foto: DIE KLEINSTE SCHAU DER WELT – Regie: Basil Dearden – GB 1957
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Zum 10. Todestag von Helmut „Winchester“ Banz (14.3.2012)

Helmut W. Banz 2001 – Foto: Anna C. Wagner

Helmut W. Banz 2005 – Foto: Anna C. Wagner
Helmut, wir denken an Dich!
Update 28.9.2021

LOHN DER ANGST am 1.10.2021, 20 Uhr – Nach 11 Monaten der corona-bedingten Spielpause gibt es zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes für alle Freigetränke!
Update 24.9.2021
Hinweis: Abgelaufene 813-Freundeskarten bleiben auf jeden Fall dieses Jahr noch gültig!

LOHN DER ANGST am 1.10.2021, 20 Uhr – Nach 11 Monaten der corona-bedingten Spielpause gibt es zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes für alle Freigetränke!
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Update 20.9.2021
Eine Kurzübersicht unseres Oktober-Programms finden Sie unter DEMNÄCHST. Mehr folgt in wenigen Tagen…

Ein englisches Plakatmotiv von LOHN DER ANGST (siehe oben) hängt im Zimmer von Martin (Werner Enke) aus der in Deutschland berühmten Kinokomödie ZUR SACHE SCHÄTZCHEN. – Tatsächlich kein Zufall, LOHN DER ANGST ist Werner Enkes Lieblingsfilm No.1.
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Update 18.9.2021
Breaking news!!
In Kürze wird das aktuelle Programm des Filmclub 813 veröffentlicht. Vom 1.10. bis 31.10. wird 19 mal gespielt werden; wie in alten Zeiten!
Für diesen Monat wurde das Programm unter dem Motto „Solidarität mit dem Filmclub 813!“
in erster Linie von befreundeten Kinos und Filmarchiven aus ganz Deutschland zusammen-gestellt. – Es werden alles Filme sein, die noch nie im Filmclub 813 gelaufen sind.
Den Auftakt macht am Freitag, den 1.10.2021 um 20 Uhr LOHN DER ANGST von Henri-Georges Clouzot aus dem Jahre 1953.

Update 1.9.2021
Ab Oktober wird es wieder ein Kinoprogramm geben!

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Update 31.8.2021*
Am Freitag, den 20.8.2021 fand vor dem Kölner Landgericht die Verhandlung „Kölnischer Kunstverein vs. Filmclub 813“ in puncto mehrerer fristloser und außerordentlicher Kündigungen, sowie der Räumungsklage gegen den Filmclub 813 statt. Das Urteil wird am 8.10.2021 gesprochen. Bis dahin hat man nun Gelegenheit, sich gütlich, sprich außergerichtlich zu einigen. Das empfahl der Richter und legte den Verkündungstermin extra weit nach hinten. – Kurzum: Nun ist der Kölnische Kunstverein wieder zu Verhandlungen bereit!
*31.8. – was für ein schönes Datum!

Update 29.6.2021
Update 26.6.2021:
Donnerstag, 1. Juli 2021, 20:13 Uhr – 8:13 p.m.
20 Jahre ein eigenes Kino für den Filmclub 813 – 20 Jahre „Kino 813 in der BRÜCKE“!
Vor 20 Jahren, am 1. Juli 2001 wurde der Filmclub 813 durch den Kauf der kompletten Kinotechnik und des Kinoinventars vom British Council offizieller Kinobetreiber des Kinosaales im städtischen Gebäude DIE BRÜCKE.
Zum Kinojubiläum präsentiert der Filmclub 813: „BB au 813“

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MANINA, THE GIRL IN THE BIKINI
( MANINA, LA FILLE SANS VOILE / MANINA, THE LIGHTHOUSE KEEPER‘S DAUGHTER / SOMMERNÄCHTE MIT MANINA )
F 1952/58 – englische Fassung* – s/w – 86 Min. – 35mm
Regie: Willy Rozier – Buch: Willy Rozier, Xavier Vallier
Kamera: Michel Rocca – Musik: Marcel Bianchi, Jean Yatove
Mit Brigitte Bardot, Jean-François Calvé, Howard Vernon u.v.a.
*Wir zeigen die US-amerikanische Version von 1958 als englisch-sprachige Synchronfassung.
In Ermangelung einer deutschen Verleihkopie, da die einzig bekannte nur als leicht brennbare Nitro-Kopie existiert und somit nicht ausleihbar ist bzw. gar nicht gespielt werden dürfte. (Nitrofilm fällt in Deutschland unter das Sprengstoffgesetz.)
Im Vorprogramm: 35mm-Trailer-Show mit BB durch die 50er, 60er + 70er Jahre
Eintritt: 8,13 Euro – Dafür erhält man gleichzeitig eine 813-Freundeskarte, die ein
Jahr lang zum ermäßigten Eintritt von 4 Euro pro Kinobesuch berechtigt.
Reservierung unter: [email protected] – Wird bestätigt!
Wir weisen ausdrücklich auf die aktuell gültigen Corona-Regelungen
der Stadt Köln und des Landes NRW für den Besuch von Kinos hin!
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Update 21.6.2021:
Den 2. Offenen Brief gibt es nun auch auf Spanisch!

Hier kann man unterschreiben:

Update 15.5.2021:
Den 2. Offenen Brief gibt es nun auch auf Russisch!
(s. u.)
Hier kann man unterschreiben:

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Am 1. Juli 2021 werden wir – vorbehaltlich der aktuellen Entwicklungen in Sachen Pandemie – unser 20-jähriges Kinojubiläum begehen. 20 Jahre ein eigenes Kino für den Filmclub 813 – 20 Jahre Kino 813 in der BRÜCKE!
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Eine Empfehlung in kinolosen Zeiten:

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Aus traurigem Anlaß:
*Mit dankenswerter Genehmigung der Süddeutschen Zeitung
Hans Schifferle war uns sehr verbunden. – Diesen Film hätte sich Hans mit Sicherheit bei uns angeguckt, und seine helle Freude dabei gehabt:

Update 7.4.2021:
Den aktuellen Artikel der Stadtrevue (4.2021) kann man sich jetzt als pdf herunterladen.
– siehe unten, am 28.3.2021

Update 6.4.2021:
8:13 Uhr – Nun stehen 1040 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 und 1557 Unterschriften unter dem 1. Offenen Brief – Bei der ersten Petition gilt es allerdings noch 695 Unterschriften dazu zurechnen, ergo sind es insgesamt 2252.
2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins (9.2.2021)
Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung(31.10.2020)

Update 3.4.2021:
8:13 Uhr – Nun stehen 1038 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 und 1388 Unterschriften unter dem 1. Offenen Brief – Ein Tag der schönen Zahl! Bei der ersten Petition gilt es allerdings noch 695 Unterschriften dazuzurechnen.

Update 30.3.2021:
18:13 p.m. – Nun stehen 1036 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813:
2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins (9.2.21)
Der 1. Offene Brief an den Vorstandsvorsitzenden des Kölnischen Kunstvereins vom 31.10.2021 hat mittlerweile 1387 Mitunterzeichner*innen, zuzüglich 695 Erst- & Zweiunter-zeichner*innen, ergo zusammen 2082 (!):
Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

Update 29.3.2021:
8:13 a.m. – Nun stehen 1035 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813:
http://chng.it/GCrLb8Mg

Update 28.3.2021:
Der doppelseitige Artikel von Wolfgang Frömberg in der April-Ausgabe der Stadtrevue (Seite 52-53) über den Konflikt zwischen dem Kölnischen Kunstverein und dem Filmclub 813 hat den bezeichnenden Titel „Der große Graben“. Dort werden nun zum ersten Mal weitere Hintergründe für die Motivation des Kölnischen Kunstvereins dargestellt, das Kino 813 in der BRÜCKE kahl zuschlagen und den Filmclub 813 vor die Türe zu setzen.
Stadtrevue_4.2020_Film_DER_GROSSE_GRABEN_Seite_52-53 (als pdf zum Download)*
*Mit freundlicher Genehmigung der www.stadtrevue.de

Update 27.3.2021:
Am 26.3.2021 bespielte der Kölnische Kunstverein trotz fristloser Kündigung und eingereichter Räumungsklage gegen den Filmclub 813 im Rahmen seiner Ausstellungs-eröffnung wieder den Kinosaal des Filmclub 813 und projizierte dabei bis in die späten Abendstunden eine Video-Dauerschleife auf die Leinwand des Filmclub 813.
Laut Überlassungsvertrag darf er das problemlos. – Aber dieser Vertrag ist ja jetzt einseitig von ihm gekündigt geworden!
Wie ist also nun die selbstverständliche Nutzung des Eigentums des Filmclub 813 zu verstehen?
Will der Kölnische Kunstverein dem Filmclub 813 nun in der BRÜCKE eine Brücke bauen, in dem er den Vertrag doch wieder gelten läßt und die Technik, also die technischen Einbauten des Filmclub 813 entspannt nutzt, oder ist es einfach nur Gutsherrenart, das Eigentum des Filmclub 813 ungefragt zu nutzen? – Wollen wir mal positiv denken…
Etwas anderes ist zumindest sicher: Wenn das Virus es zulässt, werden wir ab dem 1. Juli das Kino 813 in der BRÜCKE anlässlich unseres 20jährigen Kinojubiläums wieder öffnen.
– Denn für uns ist der 2011 abgeschlossene Überlassungsvertrag noch bis 2034 bindend!

Update 21.3.2021:
8:13 p.m. – Jetzt stehen 1029 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE!
http://chng.it/GCrLb8Mg
Hier mal ein Kommentar aus der aktuellen 813-Petition als direkter Appell an den Kölnischen Kunstverein :
„Lieber Kölner Kunstverein, ich habe keinerlei Ahnung worum es bei diesem Streit geht, aber es ist irgendwie auch gar nicht so wichtig. Zwei Institutionen die sich auf jeweils ihre ganz eigene Art und Weise derart der Kunst verschrieben haben, sollten sich nicht bekriegen, sondern unterstützen. Und schon gar nicht versuchen die Arbeit des anderen auf juristischem Wege zu zerstören. Also bitte stoppt die Klage und redet miteinander. Die Arbeit des Filmclubs 813 ist wichtig und einzigartig für alle die das Kino lieben. Und zwar genau an dem historischen Ort, an dem sie seit nunmehr 26 Jahren stattfindet: im „Die Brücke“! Was da bei einer Räumung zerstört würde, kommt so vielleicht nie wieder. Das kann doch einem „Kunstverein“ nicht egal sein.
Bitte stellt Persönliches nicht über die Kunst und deren Erhalt für alle die sie lieben. Es gehört auch zur Kunst (wie zum Leben) die Andersartigkeit des jeweils anderen zu akzeptieren. Also bitte zeigt etwas mehr Verständnis für einander und redet miteinander. Danke!“
Karsten John, Köln, Deutschland

Die Filmstiftung NRW gratuliert dem Filmclub 813 in der aktuellen Ausgabe seines „Magazins“ (1/2021) zum 30 jährigen Bestehen. – Danke!
Filmstiftung Das Magazin 1/2021 (Seite 41)

Update 12.3.2021:
13:38:18 Uhr – Jetzt stehen 1000 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE!
http://chng.it/GCrLb8Mg

Update 9.3.2021:
8:13 p.m. – Zur Zeit gibt es 975 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 25, dann ist das zweite Ziel erreicht: 1000 (!)

Update 28.2.2021:
Sonntagabend, 19 Uhr: Das Kino 813 in der BRÜCKE nimmt ebenfalls an der bundesweiten Aktion „Kino leuchtet. Für Dich.“ teil:
Foto: Elena Wegner (c) 2021
Update 26.2.2021:
Heutiges Interview mit Bernhard Marsch, dem 1. Vorsitzenden des Filmclub 813 im Deutschlandfunk Kultur in der Sendung „Kompressor“ über die aktuelle Situation des Kino 813 in der BRÜCKE im Konflikt des Filmclub 813 mit dem Kölnischen Kunstverein:
https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=905839

8:13 p.m. – Zur Zeit gibt es 913 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 87, dann ist das zweite Ziel erreicht: 1000 (!)

Update 19.2.2021:
8:13 p.m. Zur Zeit 713 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 100, dann ist das erste Ziel erreicht: 813 (!)

Update 18.2.2021:
„Die Rückkehr der guten Laune!“

Update 15.2.2021:
Das Kino im Sprengel gehört ebenfalls wie der Filmclub 813 zum deutschen (kino-climates.de) und europäischen (kino-climates.org) Off-Off-Kino-Netzwerk „Kino Climates“. Dies schreiben unsere Kinofreunde aus Hannover in ihrem Blog zur hiesigen Situation:
Kino im Sprengel_Hannover_Blog_14.2.2021
Man beachte dabei auch die Nachrichten aus Frankreich, wo es aktuelle, ähnliche, aber anders gelagerte Fälle gibt!
——
Die beiden 35mm-Projektoren (Philips FP5) des Filmclub 813 im Originalzustand, damals im AKI-Kino im Frankfurter Hauptbahnhof.
Foto: Bernhard Marsch (c) 2021
Update 12.2.2021:
Die filmszene.koeln und der Kölner Stadt-Anzeiger greift die 813-Pressemitteilung des Filmclub 813 auf:
https://www.ksta.de/kultur/nach-kuendigung-koelner-filmclub-813-auf-raeumung-verklagt-37935094
KSTA_vom_12.2.2021_von_Michael_Kohler_ (pdf*) *mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Update 11.2.2021:
813-Online-Petition vom 9.2.2021: 2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des „Kino 813 in der BRÜCKE“ des Filmclub 813:
813-Online-Petitions-Link auf change.org_(9.2.2021)
Zweiter_Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_9.2.2021 (pdf-Download)
Second_Open_Letter_to_the_Kölnischer_Kunstverein_9-2-2021_(pdf-Download)
Deuxième_lettre_ouverte_au_Kölnischer_Kunstverein_9.2.2021_(pdf-Download)

Update 10.2.2021:
813-Pressemitteilung vom 9.2.2021 zur Räumungsklage des Kölnischen Kunstvereins gegen den Filmclub 813, welche diesem am 2.2.2021 zugestellt wurde:
813-Presse-Mitteilung_Räumumgsklage_(9.2.2021) – als pdf zum Download

Update 24.1.2021:
30 Jahre Filmclub 813 – Die Durchdringung von Kino und Leben
Hier der Vollständigkeit halber auch das unbeschnittene Foto der 8 Gründungsmitglieder des Filmclub 813:
Foto: Udo Noll (c) 1990
Update 21.1.2021:
Gratulationsschreiben der Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach
an den Filmclub 813 vom 12.1.2021:
An den Filmclub 813 e.V.
Glückwunsch – 30 jähriges Bestehen des Filmclub 813
Im Sommer 1990 fanden sich einige Filmenthusiasten in Köln mit dem Ziel zusammen, selten gezeigte, anspruchsvolle und auch abseitige Werke der Filmkunst zur Aufführung zu bringen. Der 12.1.1991 markierte mit dem Screening von Rudolf Thomes Kultfilm „Rote Sonne“ die öffentliche Geburtsstunde des Filmclubs 813. Ich gratuliere sehr herzlich zu diesem bemerkenswerten Jubiläum!
Mit jener mittlerweile historischen Vorstellung ist es dem Filmclub 813 gelungen, ein Statement für die Filmkultur in Köln abzugeben und zugleich programmatisches Ausrufezeichen für die zukünftige Arbeit des Vereins zu setzen. Seither ist es Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern mit viel ehrenamtlichem Engagement, Sachverstand und filmischer Neugier geglückt, ein unabhängiges und besonderes Programm auf die Beine zu stellen, welches auch über die Grenzen Kölns hinaus viel Beachtung findet. In Ihrer kontinuierlichen und mutigen Programmation im Abspiel auf Celluloid, beleuchten Sie sowohl den anerkannten Kanon der Filmgeschichte, begehen Jubiläen bekannter Persönlichkeiten der Filmkunst oder gestalten thematische oder historisch ausgerichtete Reihen. Ihr Herz schlägt aber auch für das Genrekino, für das Mitternachtskino und für gescheiterte Ambitionen des Filmschaffens, die eine zweite Chance beim Publikum verdienen. In dieser Totale – um ein weiteres filmisches Bild zu bemühen – liegt der Reiz des Angebots, den der Filmclub 813 seit nunmehr 30 Jahren in der Kölner Filmkultur präsentiert. Ein Angebot, das schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden ist.
In der Rückschau auf 30 Jahre Filmclub 813 wird auch deutlich, dass diese Initiative filmbegeisterter Menschen wichtige Impulse für die Filmkultur in Köln geliefert hat und etliche heute erfolgreiche Kinobetreiber, Produzenten oder Verleiher aus ihr hervorgegangen sind. Mit der sogenannten „Kölner Gruppe“ ist auch das Wirken eines Zirkels unabhängiger Regisseure, Schauspieler und Autoren untrennbar mit dem Filmclub 813 verbunden.
Für Ihren wichtigen Beitrag zur Filmkultur in Köln möchte ich Ihnen ausdrücklich danken und natürlich zu Ihrem Jubiläum herzlich gratulieren. Das Kulturamt wird Ihnen auch bei der Fortführung ihrer program-matischen Aktivitäten und der Weiterentwicklung des Vereins als verlässlicher Partner zur Seite stehen.
Mit besten Grüßen,
Susanne Laugwitz-Aulbach
Hier nochmal der 813-Petitons-Link zum Mitzeichnen unseres Offenen Briefes vom 31.10.2020 an Herrn Dr. Thomas Waldschmidt zur Rücknahme der Kündigung:
Offener Brief zur Rücknahme der fristlosen Kündigung des Filmclub 813

Update 21.1.2021 (13:18 Uhr MEZ/CET)
Foto: Bernhard Marsch (c) 2021
Der Filmclub 813 darf derweil stolz auf folgender Auszeichnungen zurückblicken: Kinematheksverbundspreis 2003 (2.Platz) Kinematheksverbundspreis 2005 (1.Platz) Kinematheksverbundspreis 2008 (2.Platz) Preis der DEFA-Stiftung 2010 Kinematheksverbundspreis 2015, gewidmet: Helmut W. Banz Kinematheksverbundspreis 2016 (1.Preis, Kategorie I, "Kino, das zurückblickt") Lotte-Eisner-Preis 2017 des Kinematheksverbundes Kinematheksverbundspreis 2018 (2.Preis, Kategorie IV, "Kino, das wagt") Kinematheksverbundspreis 2019 (2.Preis, Kategorie I, "Kino, das zurückblickt") Kinematheksverbundspreis 2020 (2.Preis, Kategorie II, "Kino, das bildet")
Update 17.1.2021:
KSTA_vom_16.1.2021_von_Michael_Kohler_(pdf*) *mit freundlicher Genehmigung des Verlages
Update 13.1.2021:
Der Kölner Musiker und Künstler Jo Zimmermann, auch bekannt als „Schlammpeitziger“ gratuliert dem Filmclub 813 mit einer Zeichnung:

*****
Der Filmclub 813 hat heute 30. Geburtstag! – Am 12.1.1991 wurde die erste öffentliche Kinoveranstaltung geboten, ursprünglich geplant im AKI-Kino im Hauptbahnhof, letztlich stattgefunden in der Filmpalette. – Hier ein Foto-Ausschnitt von unserer „legendären“ 813-Polaroid-Wand, stellvertretend für alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder und vorallem für all die ehrenwerten Gäste des Filmclub 813, die hier abgebildet und damit verewigt sind!

*****

Update 30.12.2020:
Der 813. Unterzeichner des Offenen Briefes ist Théo Deliyannis aus L’Haÿ-les-Roses in Frankreich. Herzlichen Glückwünsch! Es wartet 813 mal freier Eintritt auf Dich, Théo. Félicitations! Soyez les bienvenus au Kino 813 in der BRÜCKE. Il attend 813 fois entrée libre, Thèo.
Update 24.12.2020:
Heute wurden dem Vorstandsvorsitzenden des Kölnsichen Kunstvereins Dr. Thomas Waldschmidt 1005 weitere Unterschriften des Offenen Briefes zugestellt. Somit erhöht sich nun die Zahl aller geleisteten Unterschriften auf genau 1700. Als Freunde des Filmclub 813 haben Hans W. Geissendörfer und Edgar Reitz nun auch mitunterzeichnet.

Foto: Bernhard Marsch (c) 2020
Hier noch ein kleiner Artkel aus der epd film aus der aktuellen Dezember-Ausgabe zum Konflikt mit dem Kölnischen Kunstverein als Download: epd film_Dezember 2020 – Seite 10

Update 13.12.2020:
Die 813-Online-Petition hat heute die Zahl 1000 (!) erreicht.
Update 7.12.2020:
Zum ersten Mal in fast 30 Jahren hat der Kölner Stadt-Anzeiger dem Filmclub 813 heute eine ganze Seite gewidmet! – Leider nicht aus Freude über den am 12. Januar 2021 anstehenden 30. Geburtstag und die damit über die letzten Jahrzehnte verbundenen unvergesslichen cinephilen Vergnügungen und cineastischen Kurzweiligkeiten, die ehrenamtlich, uneigennützig und kompetent dem Kölner Kinopubilkum kontinuierlich und zuverlässig mit minimalem Budget zugeführt wurden. Und leider auch nicht aus Würdigung anläßlich des am 1. Juli 2021 stattfindenden 20jährigen Kino-Jubiläums als offizieller Betreiber des Kino 813 in der BRÜCKE im gleichnamigen denkmalgeschützen Gebäude in der Hahnenstraße 6, als Garant für die Darreichung filmhistorischen Kinokulturgutes in der, in der heutigen Zeit eher selten gewordenen, analogen Präsentationsform. – Nein, der Grund ist der, daß der Kölnische Kunstverein weiterhin weniger daran interessiert ist, konstruktive Verhandlungen zu führen, als daran, den Filmclub 813 mit seinen 60 Mitgliedern weiterhin öffentlich zu diskreditieren.
Artikel von Frank Olbert im Kölner Stadt-Anzeiger_7.12.2020 (Link)
Im nachstehenden Kommentar wird die Rolle der Stadt Köln, insbesondere die des Kulturamtes beleuchtet. – Kultur- und Liegenschaftsamt haben dem Filmclub 813 zugesichert, daß er in der BRÜCKE bleiben und sogar unter besseren Bedingungen arbeiten kann, sofern er sich mit dem Kölnischen Kunstverein arrangiere. Und wenn es aber haken sollte, stehe die Stadt als Vermittler parat. – Der Anwalt des Kölnischen Kunstvereins, ebenfalls Mitglied des Vorstandes diktierte allerdings die Bedingungen erstaunlich übergriffig und drohte u. a. weiterhin mit einer Räumung des Kinoeigentums des Filmclub 813 aus der BRÜCKE, wenn man den gestellten Bedingungen nicht ad hoc zustimme. Obwohl beide Ämter, sowie das Kulturdezernat der Stadt Köln ihre Zustimmung zur fristlosen Kündigung des Filmclub 813 explizit versagt hatten! – Unter diesen Umständen sehen wir leider das Klima noch nicht dafür gegeben, auf Augenhöhe über eine zukünftige friedliche Koexistenz beider Vereine in der BRÜCKE zu verhandeln.
Kommentar von Frank Olbert im Kölner Stadt-Anzeiger vom 7.12.2020 (Link)
Unsere nach wie vor laufende 813-Online-Petition „Offener Brief an den Kölnischen Kunstverein zur Rücknahme der Kündigung des Filmclub 813“ hat nun jetzt fast 813 + 187 zusätzliche Unterzeichnerinnen und Unterzeichner. U. a. sind just Hans W. Geissendörfer und Edgar Reitz als prominente Unterstützer hinzugekommen. – Alle neuen Unterschriften werden noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfeste zur Kenntnisnahme und gefälligen Betrachtung an Dr. Thomas Waldschmidt übergeben und anschließend veröffentlicht. – Insgesamt sind es nach heutigem Stand fast 1700 Mitstreiter und Sympathisanten, nicht nur aus Köln, sondern aus der ganzen Welt! – Mindestens die Anzahl von 1813 zu erreichen, ist das nächste Ziel.
Update 28.11.2020:
Der aktuelle Stadtrevue-Artikel (12/2020), geschrieben von Sven von Reden zum Download: Stadtrevue 12.2020_Film_Seite 64 – Zitat: „Pikant ist, dass der Anwalt
des Kunstvereins wiederum den Kassenwart des Filmclub 813 e.V. vertritt, der wegen vereinsrechtlicher Unregelmäßigkeiten den Vorsitzenden des Vereins Bernhard
Marsch, verklagt hat.“ – Noch liegt keine Klage vor. Aber wir dürfen gespannt sein und wundern uns überhaupt nicht mehr, was sich der Kölnische Kunstverein nun hat einfallen lassen, nachdem seine fristlose Kündigung quasi gescheitert ist, da die Stadt Köln (Kulturdezernat, Kulturamt und Liegenschaftsamt) einer Kündigung nicht zugestimmt hatte und dieses nun auch öffentlich in diversen Briefen kundgetan hat. – Die Backstory hinter allem ist übrigens filmreif. Wir arbeiten gerade hart am Drehbuch!
Update 23.11.2020:
Ein Artikel mit dem aktuellen Konflik zwischen dem Filmclub 813 und dem Kölnischen Kunstverein als Aufhänger ist am Donnerstag, den 19.11.2020 in der Jungle World erschienen: Lars Henrik Gass im Interview mit Mortiz Liewerscheidt.
https://jungle.world/artikel/2020/47/das-kommerzielle-kino-hat-keine-zukunft
Update 14.11.2020:
Das haben unsere Kinofreunde vom Kino im Sprengel aus Hannover am 25.10.2020 in Ihrem Blog veröffentlicht:
https://blog.kino-im-sprengel.de/tag/kundigung-fur-filmclub-813
Update 10.11.2020:
Hier zwei Artikel zum Thema, die am 7.11. und am 10.11. in der Kölnischen Rundschau erschienen sind. Der Artikel vom 10.11. bezieht sich direkt auf den vom 7.11., in dem ein nicht unerheblicher Sachverhalt falsch dargestellt wurde und korrigiert diesen:
Kölnische Rundschau vom 10.11.2020 (pdf-download)
Kölnische Rundschau vom 7.11.2020 (pdf-download)
Update 9.11.2020:
Hier ein aufschlußreicher Artikel aus der aktuellen Stadtrevue (11/2020), geschrieben von Sven von Reden zum Download: Stadtrevue 11.2020_Film_Seite 5 – Im drittletzten Satz heißt es: „Klar ist, dass das Programm des Filmclub 813 für das Kölner Kulturleben unersetzbar ist.“
Update 8.11.2020:
Hier das Video von 813-Mitglied Tobias Schmücking, welches er am 16.10.2020 gegen 12 Uhr aus bekannten Gründen gedreht hatte:
Update 7.11.2020: Eine kleine akustische Solidaritätsgeste von 813-Freund Felix Kubin aus Hamburg:
Update 6.11.2020: 813-Schnellballsystem: Jede/jeder, die/der den Offenen Brief unterschrieben hat, möge doch bitte drei weitere Sympathisanten finden. Die Verbreitung funktioniert dann so schnell, wie ein nicht zu unterschätzender Virus, der sich gerade quasi in aller Munde befindet. Aus 1 mach 3 mach 8 (!)
Den aktualisierten Offenen Brief findet man oben im Menü unter 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! – also in English et en français!
Update 5.11.2020: Heute wurde der aktualisierte Offene Brief mit nun 695 Erst- und ZweitunterzeichnerInnen (Stand: 31.10.2020, 13:18 Uhr) zugestellt. Die Veröffentlichung erfolgt dann am morgigen Tage. Die/der 813te* wird gleichzeitig mit Bekanntgabe des gewählten Präsidenten einer Supermacht verlautbart (*Ein Jahr freier Entritt!).
Update 3.11.2020: Die Veröffentlichung aller bisherigen Unterschriften wird ungefähr zeitgleich mit dem Ergebnis der US-Präsidentwahl veröffentlicht. Wir haben zwar keine Briefwahl, aber zwei Verfahren, die noch zusammengeführt werden müssen. Auf jeden Fall wir es eine/en 813. UnterzeichnerIn geben, das ist mal sicher!
Stand der 813- Online-Petition (s.u.) – 3.11.2020, 8:13 p.m.: 258 UnterzeichnerInnen – Tendenz steigend. – 22 Uhr: 344 – Insgesamt die Zahl von 1000 UnterzeichnerInnen überschritten.
Update 31.10.2020: Ab 13.18 Uhr ist nun eine Oneline Petition auf change.org in der Sache veröffentlicht und aktiv (s. u.). – Diese löst das bisherige Verfahren per Email an [email protected] ab. – Alle 695 Erst- und ZweitunterzeichnernInnen bis zum 31.10.2020, 13:17:59 Uhr sind erfaßt und werden noch heute dem Kölnischen Kunstverein in einem aktualisierten Brief nachgereicht und anschließend ebenfalls auf dieser Website veröffentlicht. Bitte nicht via change.org doppelt unterzeichnen! – Die Petition wird solange laufen, bis die fristlose Kündigung, die juristisch noch im Raum steht, zurückgenommen ist, um in Augenhöhe gemeinsam am Verhandlungstisch sitzen zu können. Denn Verhandlungen soll es laut aller Beteiligten von nun an geben. Eine juristische Auseinandersetzung soll vermieden werden, denn sie würde dem Kölner Kulturleben nur mehr als schaden!
Update 30.10.2020:
Zur Stellungnahme des Kölnischen Kunstvereins auf www.koelnischerkunstverein.de/aktuell hinsichtlich der Auseinandersetzung mit dem Filmclub 813 – eine Replik
Der Vorwurf des Kölnischen Kunstvereins, der Filmclub 813 verstoße seit Jahren gegen elementare vertragliche Pflichten, ist unzutreffend. Daher ist auch die vom Kölnischer Kunstverein erklärte Kündigung weder sachlich nachvollziehbar noch rechtlich begründet.
Der Filmclub 813 hat seine Räumlichkeiten Dritten nicht ohne Zustimmung des Kölnischer Kunstverein überlassen. Es ist andersherum so, dass der Kölnische Kunstverein seinerseits dem Filmclub 813 die vertraglich geregelte und seit Jahren praktizierte Zustimmung zur Überlassung an Dritte für eine Veranstaltung im Oktober 2020 verweigert hat. Ziel des vom Filmclub 813 eingeleiteten einstweiligen Verfügungsverfahrens war die Verpflichtung zur Erteilung dieser Zustimmung durch den Kölnischer Kunstverein. Der Antrag wurde aus bloßen prozessualen Gründen, die mit den Eigenheiten eines Verfügungsverfahren zusammenhängen, zurück-genommen, nicht etwa aus inhaltlichen Gründen. Zur Frage, ob dem Filmclub 813 gegen den Kölnischer Kunstverein ein Anspruch auf Erteilung der Zustimmung zustand, gab es vom Gericht keine Beurteilung.
Eine Eskalation ist nicht von Seiten des Filmclub 813 ausgegangen, sondern vom Kölnischen Kunstverein, welcher durch die Verweigerung seiner Zustimmung Veranstaltungen verhindert hat.
Aber auch der Filmclub 813 hat natürlich Interesse an einer Einigung mit dem Kölnischen Kunstverein, der die Räumlichkeiten seinerseits von der Stadt Köln zur Verfügung gestellt bekommt. Die Überlassung der Räume auf einer einfacheren und klareren Grundlage, welche es dem Kölnischen Kunstverein ermöglicht, die Regelungen einzuhalten und einhalten zu wollen, wäre begrüßenswert.
Der Filmclub 813 jedenfalls arbeitet im Sinne der Kultur an einer einvernehmlichen Lösung.
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Die Zweitunterzeichnerliste unseres Offenen Briefes vom 23.10.2020 – mit der wir nun auf insgesamt 672 MitzeichnerInnen kommen (Stand: 30.10.2020, 23:18 Uhr) – wird morgen übergeben und anschließend unter 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! veröffentlicht. Unter anderem geben sich darauf Volker Schlöndorff und Rudolf Thome* die Ehre. (*Sein Kinofilm ROTE SONNE aus dem Jahr 1970 war der allererste Film, den der Filmclub 813 am 12.1.1991 öffentlich in einem Kino, der Filmpalette gezeigt hatte. Am 12.1.2021 jährt sich dieser Tag dann zum 30. Mal, ergo werden wir dann – hoffentlich – unser 30jähriges Vereinsjubiläum feiern!
Update 28.10.2020: Hier unser ungekürzter Video-Beitrag zur Präsentation des Filmclub 813 im Rahmen der virtuellen Preisverleihung. Er darf gerne geteilt werden!
Update 27.10.2020: Eilmeldung: Kinopreis des Kinematheksverbundes an den Filmclub 813 e.V. und sein Kino 813 in der BRÜCKE in der Kategorie „Kino, das bildet“ (2. Platz)
Zur Zeit haben ca. 200 ZweitunterzeichnerInnen unseren Offenen Brief unterschrieben (Stand: 16:40 Uhr). Sobald die damit verbundenen Fleißarbeiten der Namensübertragung abgeschlossen sind, wird der aktualisierte Brief veröffentlicht, aber nicht vor morgen. Gerne immer noch weiterverbreiten. – Der/die 813. UnterzeichnerIn hat ein Jahr freien Eintritt! – Gewünscht sind in der Regel Einzelpersonen als MitzeichnerInnen. Gerne können auch ganze Listen an [email protected] geschickt werden.
Update 26.10.2020: Der Flügelschlag des Schmetterlings in China zieht seine Kreise…
WDR-Kulturnachrichten: Prominente unterstützen Kölner Filmclub 813
filmverstand.net: Filmclub 813 droht das Aus
filmdienst.de: Lars Henrik Gass „Die Kinokultur der Zukunft“
Das 813-November-Programm findet man nun rechts außen unter der Rubrik „Demnächst“ (aus bekannten Gründen ohne Gewähr),
Update 25.10.2020: Den Offenen Brief an den Kölnischen Kunstverein findet man unter dem Menü-Button 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! (siehe oben). Der Brief wird regelmäßig aktualisiert. Wer nun mitunterzeichnen möchte, schicke bitte eine E-Mail mit den Angaben Vorname, Name, Tätigkeit, Wohnort, ggf. Land an diese E-Mail-Adresse: [email protected]
Der Offene Brief hatte zum Zeitpunkt der Übergabe am 23.10.2020 bereits 318+ Erstunterzeichner! – Das Spiel geht nun aber erst recht weiter mit dem Ausbau der UnterzeicherInnenliste auf eine stattliche Anzahl von 813, 8138, 81381 oder gar 813813!
Das 813-Kinoprogamm läuft bisher ungestört weiter! Wir gehen im Moment davon aus, dass dies erst mal so bleiben wird. – Das 813-November-Programm wird – wahrscheinlich – erst morgen veröffentlicht. Es liegt in den letzten Zügen…
Update 22.10.2020: Oben unter dem Button 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! findet Ihr einen aktuellen Radio-Beitrag von WDR 3, gesendet am 20.10.2020 in der 12-Uhr-Sendung „Kultur am Mittag“ und ein Solidaritäts-Schreiben des Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. an den Kölnischen Kunstverein zur Rücknahme der fristlosen Kündigung.
Update 15.10.2020: Gestern war unsere Vorstellung mit EIN ERFOLGREICHER BLINDGÄNGER – unter Corona-Bedingungen (36 Zuschauer = 20% der Kapazität sind zurzeit erlaubt) – ausverkauft!
Es kamen im Laufe des Abends aber weit mehr Sympathisanten einfach so vorbei, um uns Ihre Solidarität zu bekunden! Wir haben uns riesig gefreut.
Der erste Anruf des heutigen Morgens kam von unserem Anwalt und Licht am Horizont erscheint: Er trifft sich am 28.10. mit dem gegnerischen Kollegen, um eine grundsätzliche Klärung der hoffentlich nicht ganz verfahrenen Situation anzugehen.
Von der „Gegenseite“ wurde signalisiert, dass man eine Räumung inklusive Schlüsselsperrung wohl ab dem 16.10. aussetze.
Wenn dem so sei, liefe unser 813-Kinoprogramm tatsächlich ab Sonntag wie gewohnt weiter!!
Heute Abend um 20 Uhr werden wir persönlich vor Ort im Kino 813 in der BRÜCKE informieren und auch ein improvisiertes Filmprogramm als leicht verdauliche Kost anbieten.
„8-1-3, nous restons la!“
14.10.2020:
Die letzte Vorstellung im Kino 813 in der BRÜCKE?
Dem Filmclub 813 e.V. wurde vom Kölnischen Kunstverein am 8.10.2020 überraschend außerordentlich und fristlos gekündigt. Die Übergabe der überlassenen Räumlichkeiten wie Kinosaal, Filmvorführraum und Büro in geräumtem und besenreinem Zustand soll am 16.10.2020, 12 Uhr erfolgen. Die Kündigung ist ungerechtfertigt und zudem juristisch unwirksam.
Wir wissen zur Zeit nicht, ob der Kölnische Kunstverein dazu bewegt werden kann, diese Kündigung zu revidieren.
Um unser Recht durchzusetzen, das Kino 813 in der BRÜCKE weiter bespielen zu können, rechnen wir mit einer juristischen Auseinandersetzung.
Sofern der Kölnische Kunstverein an der fristlosen Kündigung festhält, würde heute, am Mittwoch, den 14.10.2020 um 20 Uhr, die letzte reguläre auf unabsehbare Zeit Vorführung stattfinden. Die Leinwand bliebe dann bis auf weiteres dunkel.
Diese Kündigung bedroht einen einzigartigen Kulturort und die Existenz des bundesweit prämierten Filmclub 813 (u. a. Lotte-Eisner-Preis 2017) im ehemaligen und traditionsreichen Kino im British Council. Alleinstellungsmerkmal ist die Projektion analoger Filmkopien zu über neunzig Prozent.
Seit der Schließung der Kölner Cinemathek ist der Filmclub 813 das einzige Kino in Köln, das sich in seinem Programm systematisch dem filmhistorischen Erbe widmet.
Köln würde um das letzte historische Kino ärmer. Deshalb brauchen wir jegliche Unterstützung und Solidarität.
Kommt heute Abend vorbei!
Wir zeigen Albert Finneys EIN ERFOLGREICHER BLINDGÄNGER aus dem Jahr 1968, u. a. mit Liza Minelli in Technicolor!
Wir werden um den Erhalt unseres Kinos kämpfen: „8-1-3, nous restons la!“
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Liebes Publikum!
Am 9.9. haben wir nach über 5 Monaten Pause wieder wie gewohnt mit unserem Programm gestartet. Nur die zurzeit üblichen Corona-Schutzmaßnahmen sind neu. Derzeit finden im Kino 813 in der BRÜCKE unter Beachtung des Sicherheitsabstands nur eine begrenzte Zahl von Zuschauern Platz. Dabei ist aber die Belegung von Mehrfachplätzen (2er, 3er oder 4er) möglich, sofern man aus einem Haushalt kommt. Das Foyer dient zurzeit nicht als Aufenthaltsort, lediglich zum Kauf der Eintrittskarten. Alle Zuschauer müssen sich gemäß der Corona-Schutzverordnung registrieren. Ausführliche Informationen und das Registrierungsformular liegen am Einlass aus.
Das Tragen eines eigenen Mund-Nasen-Schutzes ist nicht nur beim Betreten des Gebäudes verpflichtend, sondern seit Freitag 2.10.2020 auch am Sitzplatz während der Vorstellung.
Wir freuen uns wieder das Licht unser Filmprojektoren zum Strahlen zu bringen und hoffen, trotz der Einschränkungen, ein paar schöne Stunden im Kino bieten zu können!
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30 Jahre Filmclub 813 – Die Durchdringung von Kino und Leben




















